Niort-Aufenthalt 20.05.-01.06.2004

Programm in Niort

Total müde und geschafft nach 20 Stunden Fahrt kamen wir endlich am 21. Mai am Jean-Macé in Niort an, wo bereits unsere Gastfamilien auf uns warteten. Plötzlich waren wir wieder topfit und gespannt auf unsere "neue Familie". Werden wir sie auch verstehen? Sind sie nett? Wo werden wir die nächsten 10 Tage verbringen? Endlich Schluss mit Theorie über französische Lebensweise und Sprache - jetzt muss die Praxis her! Nach und nach leerte sich der Platz vor dem Jean-Macé und für jeden einzelnen begann seine individuelle Entdeckungsreise.
Und wenn die meisten am ersten Tag vielleicht noch gedacht haben: "Oh Gott, ich werde meine Gastfamilie nie verstehen, so schnell wie die reden!" , hat man sich am letzten Tag schon gedacht: "Also so schnell kommt es mir gar nicht vor" bzw. man hat es gar nicht mehr wahrgenommen, dass einem andauernd Fragen auf französisch gestellt werden. Viele haben sicher auch Bekanntschaft mit einigen Meerestieren und -früchten gemacht und sind auch mit gemischten Gefühlen an Tiere gegangen, die auf dem Rücken auf dem Teller liegend die Beine Richtung Betrachter streckten. Doch bei solchen "interessanten Begegnungen" blieb die ein oder andere Überraschung nicht aus. So können extravagante Gerichte wie Schnecken, Muscheln, Austern, Langusten und Garnelen durchaus schmackhaft sein.
Genau wie in Coburg hatten sich die Franzosen ein umfangreiches Programm für uns ausgedacht, das durch das gute Wetter unterstützt wurde. Ohne die 28° C wäre es z.B. nicht möglich gewesen die 2 herrlichen Tage am Strand von La Rochelle und der Ile d'Oléron so zu genießen. Nur bei der Stadtrallye hätte es etwas kühler sein können.
Außerdem haben wir eingehende Erfahrung mit der Fabrikation von Jogurt gemacht. Im G.A.E.C. de la Bazinière haben wir die Produktion von der Kuh bis in den Jogurtbecher verfolgt und durften sogar am Schluss den "Yaourt" probieren.
Sehr beeindruckend war auch "Le Marais Poitevin", wo wir von unseren Booten aus brennendes Wasser beobachten konnten. Dies war möglich durch die Gasausströmungen an einer bestimmten Stelle des Sumpfes.
Etwas traurig war, dass die deutschen Austauschschüler, die an der Venice Verte waren, nicht am Sportnachmittag teilnehmen durften. Hierbei haben die Deutschen vom Jean Macé in zweier Teams, in denen je ein Franzose und ein Deutscher war, gegeneinander Badminton gespielt, wobei man die ein oder andere neue Bekanntschaft gemacht hat.

Auch die Familien haben keine Mühen gescheut um uns den Aufenthalt so unvergesslich wie möglich zu machen. So waren einige von uns im Futuroscope, wo es Dinge wie 3D-Kinos zu sehen gab, oder im Aquarium in La Rochelle, wo es mehrere tausend Meerestiere in den unterschiedlichsten Farben und Formen zu sehen gab.
Darüber hinaus waren Rochefort und die Ile de Ré beliebte Ausflugsziele mit den Familien. Bekanntschaften mit den Großeltern oder Familienfeiern gaben jede Menge Einblick in die französische Lebenseinstellung von früher und heute, wozu auch die Besichtigung der Schlösser auf der Hinfahrt und auch während des Aufenthalts beitrug. Und letztendlich dürfen auch die häufigen Stadtbummel und Shoppingtouren nicht unerwähnt bleiben, bei denen man sich oft ohne Hilfe des Corres verständigen musste. Die zahlreichen Schuhgeschäfte in der Rue Ricard fanden vor allem bei den weiblichen Teilnehmern großen Anklang.

Letztendlich müssen wir sagen, der Austausch war ein voller Erfolg nur die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Es war nicht einfach sich von der liebgewonnenen Familie und der mittlerweile vertrauten Umgebung zu lösen. So blieben nur wenige Augen trocken, als der Abschied gekommen war und die Eltern hinter uns her gewunken haben. Wir hoffen, dass der Kontakt zu unseren Corres nie abbrechen wird und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja in gar nicht all zu langer Zeit wieder

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Julika Franke 11 b
Jessica Friedrich 11 b


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