Kalypso
Am zehnten Tag wurde er auf die Insel Ogygia getrieben, wo die Nymphe Kalypso, die Tochter des Atlas wohnte, die ihn in ihre Grotte aufnahm und hoffte, er würde ihr Gemahl werden. Sie wollte ihm sogar Unsterblichkeit verleihen. Odysseus blieb sieben Jahre auf der Insel (da stellt sich doch wirklich die Frage, ob Odysseus wirklich nach Hause wollte! Ich meine, sieben Jahre, in dieser Zeit wuchs sein Sohn vom pubertierenden Knaben zu einem blühenden jungen Mann heran! Homer hätte wohl besser den Titel "Lustfahrten des Odysseus" wählen sollen!). Doch auch das perfekte Leben wird für den Menschen mit der Zeit zu langweilig, und so wird unser Held auf das Geheiß des großen Zeus von der murrenden Kalypso weitergeschickt. Odysseus baute sich ein Floß und segelte am 17. Tag ab. Am achtzehnten erschien vor ihm das Land der Phäaken. Da entdeckte ihn Poseidon und löste, immer noch wütend wegen seines Söhnchens Polyphem, einen Sturm aus. Das Floß zerbarst und Odysseus trieb zwei Tage und Nächte in den Wellen. Von der Nymphe Leukothea, die sich seiner erbarmte, erhielt er einen Schleier und den Rat, ohne Kleidung ans Ufer zu schwimmen. Am dritten Tag legte sich der Sturm und er konnte in eine Flußmündung schwimmen, wo er sich in einen Laubhaufen zum Schlafen legte.
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