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| Einige
Tage nach der Abreise von Troja sichtete Odysseus die Insel der Kikonen,
eines Volkes, das Truppen zur Unterstützung Trojas entsandt hatte.
Odysseus wollte seine Vorräte an frischen Lebensmitteln und Trinkwasser
ergänzen und konnte der Versuchung nicht widerstehen, diesen Landgang
mit einem Blitzangriff an die Kikonen zu verbinden.
Er ließ seine Flotte die Insel umrunden, bis Ismaros erreicht war, die größte Stadt der Kikonen. Als er mit seinen Männern in der Nacht die Ruder einzog und die großen Boote unbemerkt an einem Strand in der Nähe des Hafens auf Grund setzte, waren die Kikonen völlig unvorbereitet. Die Angreifer sprangen an Land, tobten durch die Straßen, töteten die Bewohner und plünderten die Häuser aus. Die überlebenden Kikonen flüchteten aufs Land, während Odysseus die Stadt anzünden ließ. Nach dieser Untat marschierten die Griechen zurück, doch anstatt sich auf die Schiffe zu begeben und davonzufahren, blieben sie am Strand, teilten die Beute auf und feierten ihren Sieg. Sie schlachteten die Rinder und Schafe der Kikonen, brieten sich am Spieß ein Festmahl und tranken auf die Gesundheit ihres Anführers. In der Nacht aber zogen die Kikonen ihre Truppen zusammen, und in der Morgen- dämmerung griffen sie an, stürmten in Streitwagen das griechische Lager. Ihre ersten Speersalven trafen einige der schlafenden Griechen mit tödlicher Genauigkeit. Die Wucht ihres Angriffs durchbrach mühelos die griechische Verteidigungslinie und trieb die Feinde zunächst in wilder Flucht den Strand entlang. Die Griechen kämpften sich zu den Schiffen durch, schoben sie hinaus und kletterten hastig an Bord. Zweiundsiebzig Griechen hatten ihr Leben gelassen, von jedem Schiff sechs. |
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