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| Homers
Epen sind die ersten Dichtungen Europas, die schriftlich fixiert wurden.
Mit
Ilias und Odyssee beginnt daher im Abendland die Literatur, d.h. die schriftgestützte
Komposition von Texten mit höherer als bedarfspraktischer Zwecksetzung.
Ilias und Odyssee leiten eine neue Epoche in der Geschichte der abendländischen
Kultur insgesamt ein: die Epoche der Textualität, d.h. der Regulation
der gesellschaftlichen Beziehungen durch schriftlich fixierte Texte.
1. Die Person Homers Die spätere Homerlegende sucht Ansprüche von sieben Städten als Homers Geburts- und Wirkungsstätten auszugleichen, stuft Homer sozial herab und deutet Ilias und Odyssee biographisch aus. Da wir keine direkten zeitgenössischen Informationen haben, ist der einzige Weg, etwas über Homer zu erfahren, die indirekte Selbstdarstellung in den Epen. Die Aoidoi, die Sänger in Ilias und Odyssee, spiegeln sicher Homers eigene Erfahrungen wider; damit sind seine reale Existenz und seine Selbstauffassung erschließbar. Abgesehen von dem vom Schweinehirten erwähnten gottbegnadeten Sänger für das Gemeinwohl treten Agamemnons Aoide als sein Vertrauter, ein Hochtzeitssänger für Menelaos' Kinder, Demodokos bei Alkinoos und Polemios, Sohn des Terpios, bei Odysseus auf. Die Aoiden müssen sich im Sängerwettstreit versuchen, werden bewertet und haben die Forderungen des Alltags zu erfüllen. Sie müssen vielen Aufgaben und den hohen Repetoire-Anforderungen gewachsen sein. In der Differenzierung zwischen Sängern unterschiedlicher Qualität projiziert Homer die eigene Berufserfahrung, wobei er sich als "Meistersänger" sieht. In seinen Epen lässt er die Kreationen seiner fiktiven Kollegen und damit seine eigenen Kreationen beurteilen. Homer siedelt die höchste Sängerqualität am Fürstenhof an und zeigt damit die soziale Stufenleiter innerhalb des Sängerstandes mit dem Hofsänger an der Spitze. Damit ist der Erwartungshorizont bzw. das Anspruchsniveau Homers die Oberschicht. Indem er Achilles einmal als Sänger darstellt, verdeutlicht Homer die Kombination von Krieger- und Künstlertum als ein eigenens Ideal höchster Selbstverwirklichung. So identifiziert er sich auch weiterhin mit Adelsidealen, was auf die Inkommensurabilität in seiner sozialen Stellung hinweist. Adel, Heldengesang und Homer gehören zusammen. "Daher bleibt in den Epen Vulgäres, Niedriges, Banales und wirklich Schmutziges absichtlich ausgeklammert, und wo einmal Häßliches erscheint, wird es durch eine Art Ästhetik der Häßlichkeit "entmaterialisiert". [...] Das entspricht der Zwecksetzung dieser Kunst, die durch Aufweis des Schönen im umfassenden Sinne eines Offenbarens der Wahrheit des Seienden den empfindungsfähigen Hörer im freudigen Genießen kommen will.[...] Dazu gehört ein Sängertyp, der dem singenden Achilleus der Ilias noch ganz nahe steht und der Umwelt, Handlungs- und Redeweise der von ihm entworfenen Figuren deshalb mit so fehlerloser Homogenität und Echtheit gestalten kann, weil er selbst ganz selbstverständlich in diesen Kategorien denkt und fühlt." Authentisch wirken Lebensformen im Kunstwerk nur dann, wenn ihre Widerspiegelung zu ihrer Blütezeit erfolgt. Damit ist das entscheidende Kriterium für die Datierung Homers benannt: Festgelegt wird Homers Lebens- und Schaffenszeit durch den Zeitraum höchster Adelsblüte in Griechenland, die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts. Denn in Ilias und Odyssee wird die Führungsrolle des Adels bejaht, was in der beginnenden Demokratie des 7. Jahrhunderts nicht möglich gewesen wäre. Also muss Homer in sozial gehobener Umgebung in den 30iger oder 20iger Jahren des 8. Jahrhunderts etwa im weiteren Gebiet des heutigen Izmir, in Smyrna, Erythrai, am wahrscheinlichsten auf der Insel Chios gelebt haben. Auch durch Zitate in Werken späterer Autoren, durch Vasenmalerei, durch die ausschmückende Kette der Trojaepen und durch vollständig übernommene Verse auf dem sogenannten Nestorbecher kann die Wirkungszeit Homers auf ca. 730-720 v. Chr. festgelegt werden. "Daß seine Jugendjahre bereits in die Zeit des Wiederaufstiegs und der Wiederbelebung alten Glanzes und alter Ideale fielen, möchte man aus dem grundsätzlichen Optimismus seines Welt- und Menschenbildes schließen, das sich vom mißtrauischen Pessimismus Hesiods so deutlich abhebt. Dieser Unterschied der Weltsicht hift zugleich, die Lebenszeit Homers noch genauer einzugrenzen.[...] Aus dem Ineinander alter Erinnerungen mit dem lebendigen Selbstgefühl des neuen Zukunftwillens [regt sich] unterirdisch das erste historische Bewußtsein.[...] Die Blindheit [Homers] erweist sich angesichts der homerischen Welt- und Menschenformung als Legende." Mit dem Motiv, dass ein neues Selbstbewusstsein zu einem neuem Bedürfnis nach Selbstbegründung führte, erfolgte die Niederschrift der Hexameter der Epen auf Papyros. Die tragenden Bauteile der Werke sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit original von Homer. Damit war Homer kein Rhapsode (späterer Versereproduzierer), sondern schuf als Aoide etwas ganz Gewaltiges. "Ilias und Odyssee wurden, wie ihre Wirkung gleich auf die eigenen Zeitgenossen zeigt, von Anfang an als Meisterwerke begriffen." 2. Der Historische Hintergrund Schon vor 3000 Jahren gab es die Tradition: Generationen von frei improvisierenden Sängern (Aoiden) hatten Homers Art im Hexameter zu sprechen, besser: ohne jegliche Textvorlage spontan zu formulieren und sich dabei auf der Phorminx (einem viersaitigen Instrument) zu begleiten, erlernt, geübt und weiterentwickelt. Eine Techne war so entstanden, die wie alle Künste eine feste handwerkliche Basis hatte. Der indogermanische Stamm der Griechen wanderte etwa 2000 v. Chr. in die Balkanhalbinsel ein. Durch die Beeinflussung durch Ägypten und Kreta erfuhr er eine weitere rasche Aufwärtsentwicklung, es kam zur Bildung von Flächenstaaten. Ab ca. 1600 v. Chr. setzte die erste Hochblüte ein, Griechenland expandierte und eroberte schließlich Kreta. Von dort übernahm es Schrift und Verwaltung. Durch die Stärkung der Zentralgewalten erfuhren die Wirtschaft mit Exporthandel und der dazu nötigen Keramikherstellung, das Militär, die Religion und die Kunst einen gewaltigen Aufschwung. In den Palästen herrschte Reichtum und eine verfeinerte Lebensführung, was sich u.a. in der Wortkunst abzeichnete mit der mündlichen Heldendichtung als uraltes indogermanisches Erbe. Das Kunstpublikum war die königliche Familie bzw. die Führungsschicht. In der archaischen Hochkultur um 1300 v. Chr. lebten die Fürstenfamilien in friedlicher Koexistenz. Doch im Zeitraum von 1200 v. Chr. - 800 v. Chr. wurden die meisten Königssitze durch einen Seevölkerangriff zerstört, obwohl keine Ansiedlung von Fremdvölkern auf griechischem Boden erfolgte. Das führte zu einem Zusammenbruch, in dessen Wirren die hochproduktive Überschussgesellschaft in eine primitive Reproduktionsgesellschaft überging. Euboia und vor allem Athen als einziges unzerstört gebliebenes Zentrum wurden zum Fluchtziel für viele adelige Familien. In Euboia, einer See- und Handelsmacht mit Küste und Hinterland, die später die Vermittlerin des Alphabets an Etrusker, Römer und damit an uns werden sollte, bildete sich eine lokale, kleine Aristokratie heraus. Rechtssachen wurden im Anhörungsverfahren mit Adelsrat und Gemeindeversammlung geregelt. Langsam entstanden Häuserkonglomerationen: Poleis. Der Adel hatte immer die Schlüsselposition inne; manchmal war der Titel des "Hohen Herrn" erblich, so z.B. bei Odysseus auf Ithaka, manchmal gab es eine kollektive Adelsherrschaft wie bei Alkinoos. Im 8. / 7. Jahrhundert v. Chr. erfolgte die 2. Griechische Kolonisation unter der Führung des Adels: die Kolonisation und Besiedlung der kleinasiatischen Küste. Als Traditionsträger führte der Adel diese wohlgeplante Aktion durch, die beträchtlich materielle und geistige Vorbereitungen erforderte. Das Ziel war die Landnahme und die Mehrung des Wohlstandes. In Kolophon bildeten laut Aristoteles` "Politik" im 8. Jahrhundert v. Chr. "Reiche und Edle", d.h. Aristokraten sogar die Bevölkerungsmehrheit. Der ertragreiche Ackerbau führte um 700 v. Chr. zu einem Überschuss an Wein und Öl, so dass viel exportiert werden konnte, was erneut die Keramikproduktion und den Schiffsbau ankurbelte. Neue Häfen wurden angelegt, Häuser wurden errichtet, Handwerk und Gewerbe blühten. Der Adel verteilte sich über ganz Griechenland und wanderte überallhin hauptsächlich von Athen aus ein. So ließ die griechische Aristokratie eine neu strukturierte Kultureinheit in Ostgriechenland entstehen mit Ausschluss der nach der Katastrophe eingewanderten Dorier. Die Peloponnes blieb trotz dorischer Besiedlung in der Gedankenwelt der Adeligen nur das Land der Vorväter. "Das ist die Haltung zu Vergangenheit und Gegenwart, die das Epos widerspiegelt: Seine Sprache ist über die Jahrhunderte hinweg bis zu Homer vom Dorischen freigeblieben; Grundlage ist das Ionische, mit stark aiolischen Zügen. Sein Stoff sind die großen Taten der Ahnen ausschließlich der ionischen und aiolischen Aristokratie, vollbracht in jener großen Zeit, die vor der Katastrophe lag." "Der Sänger soll erfreuen (terpein), die Laune verderben soll er nicht ( "...und am Mahle, dem edlen, wird keinerlei Genuß sein, wenn das Schlechtere obsiegt": I 575)." Die Heldendichtung dient zur Bestätigung und zum Vorantreiben der Geisteshaltung der Aristokratie, hat prophetische Kraft und erzieht, thematisiert Tat und Ehre und soll zugleich unterhalten. Homer steht somit sprachlich - metrisch, formal und inhaltlich in einer jahrhundertealten Gattungs-Vorgeschichte. "Heldenepen der gleichen Form und des gleichen oder ähnlichen Stoffes (nur nicht des gleichen Umfangs und Vollendungsgrades sind wohl schon bei den Festen der Adeligen Euboias um 1000 v. Chr. vorgetragen worden." "Die im 8. Jahrhundert stark anwachsende Zahl, Größe und Qualität von Krateren (Mischkrügen) und Trinkbechern zeigt eine wachsende Bedeutung der an sich nie aufgegebenen aristokratischen Zusammenkünfte (Symposien), die in dieser Zeit zu einer Art inoffizieller politischer Steuerungsorgane geworden sind. Diese Fundinterpretation paßt ausgezeichnet mit den einschlägigen Aussagen des homerischen Epos zusammen." Erfahrene Aoiden trugen den Heldensang im Kreis der Adeligen im Megaron vor. Im 8. Jahrhundert v. Chr. herrschte in der Dodekapolis der Küstensiedlungen eine Oberschicht reicher Grundbesitzer mit Gutshof und Angestellten in politisch unangefochtener Führungsstellung in Versammlung und Rechtswesen. Diese Zeit brachte eine Horizonterweiterung und eine Bewusstwerdung der eigenen griechischen Identität. In Ionien regierte eine wohlhabende, konservative Aristokratie. Die Epoche war geprägt durch eine Aufbruchsmentalität und durch Aufspürung alter Gräber und Heiligtümer aus der Vorzeit und ihre Verehrung in einem ganz Griechenland erfassenden neuen Heroenkult. Dieser materielle und geistige Wiederaufschwung führte zu einem optimistischen Lebensgefühl und das zu neuem Schöpfertum. 3. Sitten und Werte In der archaischen Zeit gab es im Wesentlichen drei Rechtswege: Schiedsspruch, Eid und Waffenentscheid. Die Verteidigung des Rechts war eine private Angelegenheit. "Homer schrieb zu einer Zeit, als die Struktur des Gemeinwesens zu einem gewissen Grad von begrenzter öffentlicher Handhabung der Justiz vorangeschritten war, aber er sang von einer Zeit, in der das nicht der Fall war, wenn man von der unbegreifbaren Macht der öffentlichen Meinung absieht." Das Recht unter Helden entsprach dem Ehrenkodex, eine Angelegenheit von Gleichen. In der Kriegerkultur war Tapferkeit ein wesentliches Kennzeichen und Ehre ein wesentliches Ziel eines Helden. Achilleus und Hektor sind Helden, nicht weil sie der Pflicht folgten und stolz in den Tod gingen, sondern weil sie "beim Anruf der Ehre und dem Kodex des Helden gehorchten, ohne zu wanken und ohne zu fragen". Nirgends findet sich eine reine Diskussion von Pro und Contra, sogar die Reden des greisen Nestor sind "gefühlsbetont und psychologisch, mit dem Ziel, die Moral zu stützen [...], nicht aber den Lauf der Handlung zu lenken." Der Rat hat das Recht zur Entscheidung, wobei die Grundwerte der Gesellschaft von vornherein gegeben sind und damit auch der Platz des Mannes in der Gesellschaft mit seinen Vorrechten und Pflichten. In einem solchen Gemeinwesen ermöglicht allein die Verteidigung gegen Eindringlinge das Auftreten des Heros, denn ein Staat kann nur wachsen, wenn der Heros gezähmt ist. Er handelt nicht nach der Pflicht, sonder nach der hierarchisch gegliederten Ehre. "Und weil die Helden Krieger waren, entbrannte der Wettkampf am heftigsten, wo die höchste Ehre zu gewinnen war: im Einzelkampf auf dem Schlachtfeld. Dort erfuhr der höchste Wert eines Helden, der Sinn seines Lebens, auf dreifache Weise eine Probe: mit wem er kämpfte, wie er kämpfte und wie er sich entfernte." So war das Ziel die Rüstung des besiegten Gegners, die Trophäe. "Wir urteilten falsch, wenn wir das Ende der Schlacht als Ziel ansähen, denn ein Sieg ohne Ehre kam nicht in Betracht." Deshalb hing Ehre immer ganz eng mit Wettkampf zusammen. Außerdem spielten Geschenke und Gegengeschenke eine wichtige Rolle in der archaischen Gesellschaft. Kleinodien hatten materiellen und vor allem symbolischen Wert. Diese Gastgeschenke waren die Vorläufer des Vertrags. Sie wurden oft vor den Schmausereien ausgetauscht, die unbedingt zu den verpflichtenden Sitten gehörten. "Durch das Teilhaben an der Nahrung [...] wurde in zeremonieller Weise eine Bindung geschaffen oder erneuert, die Menschen und Götter, Lebende und Tote in einer geordneten Welt des Daseins zusammenschloß." Obwohl in Griechenland die monogame Ehe vorherrschte, war die "engere Familie" nicht "im Mittelpunkt des Gefühlslebens eines Mannes". In der Welt und auf dem Olymp waren die Männer in der Vorstellung der damaligen Zeit den Frauen deutlich überlegen, mit Ausnahme der männlich denkenden und handelnden Athene. Die griechische Religion war sehr vielfältig, je nach sozialer Schicht, Bildung, individueller Veranlagung und den Umständen. Sie wandelte sich langsam von Naturgöttern weg zu in Tempeln verehrten Göttern, die nach der Menschenethik lebten. "Nachdem der Mensch den Alpdruck der unbegreiflichen und allmächtigen Naturkräfte abgeschüttelt hatte, behielt er doch das Bewußtsein davon, daß es im Universum Mächte gab, die er nicht begerrschen und nicht wirklich verstehen konnte. Aber es überkam ihn ein starkes Selbstbewußtsein, Stolz und Vertrauen auf sich, auf den Menschen und sein Dasein in der Gemeinschaft." Jedes menschliche Tun und jeder Gedanke wurde als Folge göttlichen Eingreifens gesehen. Doch "die olympischen Götter hatten die Welt nicht erschaffen und waren deshalb auch nicht für sie verantwortlich.[...] Zufall, nicht Verdienst bestimmte, wie die Gaben auf einen Menschen fielen. Da es nicht in seiner Macht stand, ihre Wahl zu beeinflussen, konnte der Mensch weder sündigen noch büßen.[...] Für moralischen Beistand waren die Menschen der Ilias nicht auf die Götter angewiesen, sondern auf ihre Mitmenschen, auf die Einrichtungen und Bräuche, in denen sie lebten. So vollständig war die geistige Revolution, die stattgefunden hatte." Die "Leidenschaft für Göttergenealogien" ist wohl hinreichend bekannt. Auffallend ist, dass nur u.a. Achilleus aus der Verbindung von Thetis und Peleus und Aeneas aus der Verbindung von Aphrodite und Anchises hervorgingen, während im Übrigen Verbindungen zwischen Göttern und sterblichen Frauen dominieren. Aufgrund des Anthromorphismus konnten sich die Griechen keine Erschaffung aus dem Nichts vorstellen. Der oberste Gott Zeus hat, obwohl weder allwissend noch allmächtig, keine irdische Parallele und es besteht eine gewisse Distanz zwischen ihm und den Sterblichen. Er herrscht als eine Art Basileus als Erster unter Gleichen. "Die geistige Revolution, die sich in der Ilias widerspiegelt, verlangte noch eine andere Revolution, eine moralische, durch die Zeus vom König einer Heroengesellschaft zum Prinzip kosmischer Gerechtigkeit umgebildet wurde. Elemente dieser neuern Vorstellung finden sich in der Odyssee, denn das Freierthema ist in gewisser Weise eine Geschichte von Schandtaten und Vergeltung.[...] In den folgenden Jahrhunderten entfaltete sich das Wunder, das Hellas war. Nachdem Homer die Götter zu Menschen gemacht hatte, lernte der Mensch sich selbst kennen." |
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