Sporttheater 2005

Eine Zeitreise der etwas ungewöhnlichen Art

Im Rahmen der 400-Jahr-Feier des Gymnasiums Casimirianum fanden am Mittwoch, 22.6.05 und Donnerstag, 23.06.05 in der Dreifachturnhalle am Anger zwei eindrucksvolle Sporttheateraufführungen statt. Vor einer Kulisse stattlicher Zuschauer präsentierten Schülerinnen und Schüler vom Casimirianum ein von der Fachschaft Sport verfasstes Theaterstück, das den Rahmen für vielfältige präzise ausgearbeitete Choreographien unterschiedlichster Art bildete.

Licht aus, Sport an: Wer glaubt, dass die Sporttheateraufführung des Casimirianums aus Rumgehopse und Ballzuwerfen besteht, irrt gewaltig. Eine Zeitreise steht dem Publikum bevor, die sportlich durch unterschiedlichste Epochen führt.

In monatelanger Vorbereitung haben die 300 beteiligten Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Sportlehrern StR Alexandra Kuhrau, StR z.A. Barbara Strobel, StR Christian Wich und StRef Jürgen Flettner vielfältige Choreographien erarbeitet, die von der Zuschauermenge begeistert angenommen werden und das Publikum oft zu tosendem Applaus hinreißen.

Auf der Suche nach einer CD für die am Anger stattfindende Sporttheateraufführung des Gymnasiums Casimirianum lassen sich Milena Leybold und Jan Zesewitz bzw. Tobias Bernklau dazu verleiten durch verbotene Räume des Schulhauses zu schleichen. Dabei finden sie neben einem alten vergilbten Geschichtslexikon auch eine überdimensionale Uhr. Voller Neugierde und ohne Berücksichtigung möglicher Konsequenzen kurbeln die Hauptdarsteller an dem riesigen Zeiger der Uhr und katapultieren sich in verschiedene Zeitepochen. Die tänzerisch wirkungsvoll dargestellte Zeitmaschine befördert die Hauptdarsteller zunächst ins Jahr 1196, wo "Männer noch wie Männer kämpften - Schwert gegen Schwert - Mann gegen Mann". Von Rittern über die Geburt des Herzogs Johann Casimir, den Bau des Casimirianums im Jahr 1605 einschließlich besenwirbelndem Aufräumkommando, über kurze Abstecher in die Zukunft bis hin zu fahrendem Gauklervolk beeindruckt bereits der erste Teil der Aufführung nachhaltig und schlägt das Publikum in seinen Bann.

Nach der Pause bezaubern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Zuschauer durch träumerische Schwarzlichteinlagen und entführen das Publikum in die klassische Welt von Mozart - eine Aufführung, die durch den anschließenden Tango im Stile von Revuetänzerinnen des 19. Jahrhunderts kontrastiert wird. Auch bei Turnvater Jahn machen die Zeitreisenden Station, bevor sie von Tänzerinnen in einen Meerestraum verwickelt werden. Doch die Ruhe und Entspannung währt nicht lange, denn schon kurze Zeit später finden sich Milena, Jan bzw. Tobias in einer stickigen lärmenden Industriehalle des 19. Jahrhunderts wieder. Wären sie nicht zwischendurch auch noch auf dem Mond gelandet, um in Schwerelosigkeit durch die Sphähren des Universums zu schweben, wären die Protagonisten wohl schon früher ins Jahr 2005 zurückgekehrt. Nach zweieinhalb abenteuerlichen Stunden durch verschiedene Jahrhunderte dürfen die Hauptdarsteller schließlich eine Breakdance-Aufführung genießen, die sie in die Gegenwart zurückführt.

Während der Pause sorgten die Schülerinnen und Schüler vom Casifé des Gymnasiums Casimirianum unter der Leitung von OStR Ursula Kick-Bernklau für das leibliche Wohl der Gäste. Ein großes Lob verdienten sich Christian Geutner und Constantin Hirsch, die das komplette Musik- und Lichttechnikteam leiteten. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Firma Schwindt CAD/CAM Technologie.

Text: Alexandra Kuhrau und Barbara Strobel



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