- 1572
Landesteilung zwischen der Coburger und der Weimarer Linie des Ernestinischen Hauses.
- 1597
Streitigkeiten zwischen beiden Linien führen zur Aufkündigung der bisher gemeinsamen Universität in Jena.
- 1598
Auf dem Landtag zu Eisenach ordnet Herzog Johann Casimir mit Billigung der Landstände die Errichtung einer „Hohen Landesschul“ zu Coburg.
- 1599
Nach einer Vereinbarung in Suhl bleibt Jena Landesuniversität sowohl für die Coburger wie für die Weimarer Landesteile.
- 1601
2. September - Grundsteinlegung zum Gymnasium Casimirianum durch Herzog Johann Casimir
- 1605
3. Juli - Einweihung des von Peter Sengelaub erbauten Gebäudes.Nach der Stiftungsurkunde des Herzogs soll diese Landesschule „ein mediumoder Mittel“ zwischen einer Trivialschule und einer Hohen Schule oder Akademie
sein. Die Vorlesungen sind „publice et gratis“. Ein Convictorium (Internat) wird eingerichtet „mit zweyen Tischen, uff vier und zwantzig Knaben, Einen Tisch gratis, und von den anderen wochentlichen von jeder Person Siebengroschenn Zuschus“. Der Herzog weiß, „wie bisweilen armer Leuthekindere, die
von natur guter Vehiger geschicklichkeitt, und dieselbigenzu zucht und Lähr, auch gerne erziehen lassen woltten, offtmahls übergangen, negligiert und verseumet werden, das wir dann nicht gernne ahn dem geringstenerfahren oder vernehmen woltten...“.
Aus dem Bewiddungsbrief des Herzogs Johann Casimir, der
Stiftungsurkunde des Casimirianums, vom 3. Juli 1605:
Unzweiflicher Zuvorsicht, wann über dieser unsererVerordnunge
und fundation steiff und vest gehaltten, die Praeceptores trewlichund vleisig, und die offentlichen lec-turen vermehret, Auch das beneficimCommunis mensae richtig geführet, Es werde solch christlich werck, Gott zu ehren, der Christenheit erbawunge, und unsern Landen zu wohlfahrth, mit
der Zeit von guthertzigen leuthen und zuvorderst unsern nachkommen, dermassen vermehret und befordert werden, das es eingangs gemeintes intententlichen erreiche,
- 1607
Der neuberufene Rektor D. Andreas Libavius löst die Verbindung des Gymnasiums mit der Ratsschule. Neben dem „publicum“ richtet er ein „paedagogium“ - eine Art Vorkurs - ein. Neben theologischen und philosophischen Vorlesungen werden nun auch juristische und medizinische Vorträge gehalten.
- 1677
11. November - Leopold I. erteilt das kaiserliche Privileg zur Errichtung einer neuen Universität in Coburg.
- 1705
Bei der Hundertjahrfeier wird die Coburger Universität proklamiert.
- 1723
Nach vielen Streitigkeiten zwischen den sieben beteiligten Fürsten können die Bemühungen eines gemeinsamen Ausschusses als gescheitertgelten.
Das Gymnasium Casimirianum behält auch weiterhin die Struktur von
1607.
- 1803
Die Schülerzahl sinkt im Herbst auf 19. Erste Versuche einer Umwandlung in eine Höhere Schule durch die Schulorganisationskommission.
- 1824
Das Gymnasium als weiterführende Schule nach der Ratsschule hat drei Klassen von je zweijähriger Dauer (Secunda, Prima, Selecta).
- 1837
Nach über 200 Jahren wird ein Schulgeld erhoben. Bis 1951 bleibt
es in wechselnder Höhe - zuletzt 50 DM pro Jahr.
- 1848
Die schola senatoria wird in eine Realschule umgewandelt. Das Gymnasium erhält einen Umbau mit einjährigen Quarta und einer zweijährigen Tertia.
- 1859
Eine Sexta und eine Quinta wurden angefügt und die bisherigen Klassenbezeichnungen geändert. So wird ein sechsklassiges Gymnasium (Sexta bis Prima) geschaffen, mit einjährigem Unterricht in den drei Unter- und zweijährigem
in den drei Oberklassen.
- 1862
Das Gymnasium Casimirianum wird „als den preußischen Gymnasien gleichstehend“anerkannt.
- 1866
20. Dezember - Einweihung der „teils auf Staats-, teils auf städtischen Kosten“ errichteten Turnhalle am Anger.
- 1867
Das alte Auditorium Casimirianum, bisher meist als „Naturalien-Cabinet“ benutzt, wird nach Einbau zweier gusseisener Trägersäulen wieder Festsaal.
- 1881
13. Oktober - Einweihung des unter Herzog Ernst II. Errichteten Rückgebäudes.
Gleichzeitig wird der Renaissancebau erneuert und mit dem Neubau durch eine zweistöckige Galerie verbunden (abgerissen 1962).
- 1888 - 1890
Die beiden Oberklassen werden geteilt in Unter- und Obersekunda und in Unter- und Oberprima. Damit ist die neunklassige Schule erreicht.
- 1916
Zum ersten Mal treten Mädchen in die Untersekunda des Gymnasiums
Casimirianum ein; erste Abiturientin 1920
- 1920
Durch den Staatsvertrag wird das Casimirianum ein bayerisches Gymnasium.
- 1923
Im Dachgeschoß des Ernstbaus wird ein Lehr- und Übungsraum
sowie ein Vorbereitungszimmer für Physik eingerichtet.
- 1936
Diese Räume dienen nun dem Biologie- und Chemie-Unterricht, denn
im 2. Stock des Casimirbaues (bisher Teil der Direktorswohnung) werden Räume für den Physikunterricht geschaffen.
- 1945
Belegung des Schulgebäudes durch ein ungarisches Lazarett, behelfsmäßiger Unterricht in schulfremden Räumen. Beide Häuser wurden durch Beschuß erheblich beschädigt. Ausfall des gesamten Unterrichts von April bis November.
- 1947
Die seit 1939 zweckentfremdete Turnhalle am Anger wird wieder übernommen.
- 1960
12. Juli - Einweihung der neugestalteten Aula (Entfernung der gusseisernen Säulen).
- 1961
Oberstudiendirektor Dr. Keyßner fasst alle noch bestehenden
Legate und Stiftungen in der Casimirianer-Gedächtnis-Stiftung zusammen, aus deren Erträgen Prämien und Zuschüsse an Schüler
vergeben werden können.
- 1962
10. Juli - Einweihung des neuen Klassentraktes am Steinweglein
- 1964
Bezug des neugestalteten Ernstbaus und des neu erbauten Turnhallentraktes. Das Casimirianum führt einen neusprachlichen Zweig mit Französisch als dritter Fremdsprache ein.
- 1970
18. März - Einweihung des renovierten Casimirbaus
- 1977
Einführung der neugestalteten Oberstufe (Kollegstufe).
- 1978
Ausbau eines Klassenzimmers und eines Gruppenraumes im Dachgeschoß des Casimirbaus.
- 1996
Einrichtung eines Computerraums (12 x Pentium 100 Mhz, 1 GB, 16 MB RAM, 1 x AMD K6-2 350 MHz).
- 1997
Das Casimirianum im Internet!
- 1999
Neuer Bildungszweig: Sprachlich Europäisches Gymnasium
- 2002
Teilnahme am Schulversuch MODUS 21
- 2003
Sprachlich Humanistisch Europäisches Gymnasium
- 2009
Sprachlich Humanistisch Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium
|